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Lukas 16:18

Künstliche Gerechtigkeit

Von: Mike Mazzalongo

In Lukas 16:18 erklärt Jesus: "Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und wer eine von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch." Auf den ersten Blick scheint dies nichts mit seiner Zurechtweisung der Pharisäer zu tun zu haben, doch ist es tatsächlich eine kraftvolle Veranschaulichung ihrer Heuchelei.

Die Pharisäer waren Meister darin geworden, das Gesetz zu manipulieren, um ihre Wünsche zu rechtfertigen. Sie verhüllten Habgier mit Frömmigkeit (Lukas 16:14-15) und behandelten die Lehre Moses über die Scheidung als Schlupfloch, um einen Ehepartner bei Gelegenheit wegzuwerfen. Indem sie ein rechtliches Scheidungszeugnis ausstellten, konnten sie vor den Menschen gerecht erscheinen, während sie vor Gott im Ungehorsam lebten.

Jesus antwortet mit unnachgiebiger Klarheit: Eine Scheidung, die aus trivialen Gründen gewährt wird, rechtfertigt nicht die Auflösung des Ehebundes. Nach einer solchen Entlassung wieder zu heiraten ist keine rechtmäßige Freiheit, sondern Ehebruch. Mit dieser einzigen Aussage entblößt Jesus die Fassade künstlicher Gerechtigkeit und legt das Herz der Heuchelei offen – Gottes Wort zu benutzen, um Sünde zu entschuldigen, statt sie zu konfrontieren.

Diese gleiche Gefahr besteht auch heute noch. Gläubige manipulieren vielleicht nicht das Scheidungsrecht wie die Pharisäer, aber die Versuchung, Sünde durch Formalitäten oder kulturelle Umdeutungen zu "legalisieren", bleibt stark:

  • Finanzen: Ein Christ könnte Gier rechtfertigen mit den Worten: "Es ist nur gute Haushalterschaft", während er Reichtum hortet und Großzügigkeit vernachlässigt.
  • Sexuelle Ethik: Andere argumentieren, dass ein Zusammenleben vor der Ehe akzeptabel sei, wenn "Verpflichtung" besteht, und ignorieren dabei bequem Gottes Ruf zur Reinheit.
  • Anbetung & Dienst: Manche entschuldigen inkonsequente Jüngerschaft mit der Begründung: "Zumindest gehe ich sonntags hin", und reduzieren den Glauben so auf ein abgehaktes Kästchen statt ein hingegebenes Leben.

Die Lektion ist klar: Gerechtigkeit wird nicht durch das Manipulieren von Regeln hergestellt, sondern durch echte Unterwerfung unter den Willen Gottes empfangen. Jesus ruft uns zu einem Leben im Reich auf, das über äußere Erscheinungen und gesetzliche Einhaltung hinausgeht zu ganzherziger Gehorsamkeit.

Wahre Heiligkeit fragt nicht: "Womit kann ich durchkommen?", sondern vielmehr: "Wie kann ich ganz für Gott leben?"

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Warum glaubst du, dass Jesus Ehe und Scheidung als Beispiel wählte, um die Heuchelei der Pharisäer aufzudecken?
  2. Welche modernen Wege könnten Christen heute finden, um „Schlupflöcher“ zu schaffen, die Sünde entschuldigen?
  3. Wie können Gläubige sich davor schützen, in ihrem eigenen Leben eine künstliche Gerechtigkeit zu praktizieren?
Quellen
  • ChatGPT (OpenAI)
  • Matthäus Henry, Kommentar zur ganzen Bibel
  • Craig S. Keener, Das IVP Bibel-Hintergrundkommentar: Neues Testament
  • Leon Morris, Das Evangelium nach Lukas (NICNT)
29.
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Lukas 18