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Lukas 5:39

Alter Wein und das neue Reich

Von: Mike Mazzalongo

In Lukas 5:39 fügt Jesus eine einzigartige Aussage hinzu, die in Matthäus oder Markus nicht zu finden ist: "Und niemand, der alten Wein getrunken hat, wünscht neuen; denn er sagt: 'Der Alte ist gut genug.'" Auf den ersten Blick scheint diese Aussage das Alte gegenüber dem Neuen zu bevorzugen. Doch im Zusammenhang mit seiner Lehre über Kleidungsstücke und Weinschläuche wird die Bedeutung klarer.

Jesus hatte gerade erklärt, dass Seine Gegenwart wie ein Hochzeitsfest sei, bei dem Fasten unangebracht ist. Er warnte dann, dass man keinen neuen Flicken auf alte Kleider nähen kann, noch neuen Wein in alte Schläuche füllen darf, ohne dass beide beschädigt werden. Sein Punkt: Das Kommen des Reiches war kein Flickwerk am alten religiösen System – es war eine vollständige Erneuerung.

Die abschließende Bemerkung über den alten Wein dient als nüchterne Beobachtung, nicht als Befürwortung. Jesus hebt den natürlichen Widerstand hervor, den Menschen gegenüber Veränderungen empfinden. Diejenigen, die sich an die Traditionen des Gesetzes und die strengen Muster der pharisäischen Religion gewöhnt hatten, konnten die Frische seiner Lehre nicht leicht annehmen. So wie eine Person, die den milden Geschmack von altem Wein bevorzugt, die Schärfe des neuen ablehnt, lehnten viele die störende Neuheit des Reiches ab.

Die Lektion für uns ist zeitlos. Menschen klammern sich von Natur aus an das Vertraute, selbst wenn Gott sie zu etwas Größerem ruft. Gemeinden können sich gegen Veränderung sträuben, und Einzelne bevorzugen möglicherweise Ritual über echte Veränderung, weil der "alte Wein" sich sicher anfühlt. Doch Jesus besteht darauf, dass das Reich nicht in alten Schläuchen gefangen werden kann. Sein Weg ist neu, dynamisch und lebendig machend.

Wir müssen uns fragen: Sind wir mit "dem Alten" zufrieden, nur weil es vertraut ist, oder sind wir bereit, den neuen Wein des Reiches Christi zu kosten?

Der Glaube gedeiht nicht durch Festhalten am Alten, sondern durch das Wagnis, tief zu trinken vom neuen Leben in Christus.

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Warum verwendet Jesus die Bilder von Kleidern, Weinschläuchen und Wein, um die Natur seines Reiches zu erklären?
  2. Was sind einige Beispiele für „alten Wein“, an dem Menschen heute in der religiösen Praxis festhalten?
  3. Wie können wir Offenheit für die Neuheit, die Christus bringt, fördern, ohne die Treue zu seinem Wort zu verlieren?
Quellen
  • ChatGPT (OpenAI)
  • Matthäus Henry, Kommentar zur ganzen Bibel
  • Leon Morris, Das Evangelium nach Lukas, Tyndale Neues Testament Kommentare
  • Darrell L. Bock, Lukas: Baker Exegetical Commentary on the New Testament
15.
Der große Glaube des Hauptmanns
Lukas 7:1-10