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Matthäus 9:14-17

Der neue Wein Christi

Von: Mike Mazzalongo

In Matthäus 9:14-17 antwortet Jesus auf eine Frage zum Fasten, indem er drei kurze Gleichnisse erzählt: ein Hochzeitsfest, ein neues Stück auf ein altes Kleidungsstück und neuen Wein in alte Schläuche. Diese Bilder zeigen, dass sein Kommen eine radikale Veränderung bedeutet – nicht nur im religiösen Brauch, sondern in der Beziehung der Menschen zu Gott.

Als die Jünger Johannes fragten, warum die Jünger Jesu nicht fasteten wie sie und die Pharisäer, antwortete Jesus, indem Er sich mit einem Bräutigam verglich. Solange der Bräutigam bei ihnen ist, sagte Er, ist es Zeit der Freude, nicht der Trauer. Fasten – ein traditionelles Zeichen von Kummer oder Buße – war nicht angebracht, weil die Gegenwart Jesu Feier bedeutete, nicht Trauer. Er deutete jedoch an, dass die Zeit kommen werde, wenn der Bräutigam "weggenommen" werde (eine verschleierte Anspielung auf Seinen Tod), und dann werde Fasten angemessen sein.

Der Gedanke wird in den nächsten beiden Gleichnissen vertieft. Jesus sagte, dass niemand einen neuen Flicken auf ein altes Kleid näht, weil der Flicken beim Schrumpfen das Kleid weiter zerreißen wird. Ebenso füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Neuer Wein gärt und dehnt sich aus, und wenn die Schläuche alt und spröde sind, werden sie bersten – und sowohl den Wein als auch den Schlauch zerstören.

Diese beiden Bilder betonen eine wichtige geistliche Wahrheit: Jesus kam nicht, um den alten Bund zu flicken; Er kam, um ihn zu erfüllen und einen neuen zu errichten (Matthäus 5:17; Hebräer 8:13). Das alte Tuch steht für das bestehende religiöse System – starr, regelbasiert und abgenutzt. Das neue Tuch und der Wein symbolisieren das lebendige, sich ausdehnende, gnadenreiche Reich, das Jesus brachte.

Die Zerstörung der Weinschläuche und des Gewandes ist nicht nur praktischer Rat – sie ist eine theologische Warnung. Wenn Menschen versuchen, die lebendige Kraft des Evangeliums in alten Formen der Religion zu fassen, werden beide zerstört. Das Gesetz kann die Gnade nicht fassen; Ritual kann die Beziehung nicht fassen; werkeabhängige Gerechtigkeit kann nicht mit der Rechtfertigung durch den Glauben koexistieren.

Für moderne Christen ist die Versuchung ähnlich: "Jesus hinzuzufügen" zu einer alten Lebensweise, anstatt vollständig erneuert zu werden. Aber Christus bietet kein geistliches Upgrade an – Er bietet ein neues Leben (2 Korinther 5:17). Gesetzlichkeit mit Gnade zu vermischen oder eigene Anstrengung mit geistgeleiteter Gehorsamkeit zu verbinden, führt nur zu geistlicher Frustration und Verlust.

Um den neuen Wein Christi zu empfangen, müssen wir neue Weinschläuche werden – bereit, von Gott umgestaltet, erweicht und gefüllt zu werden. Das bedeutet, alte Denkweisen abzulegen, Buße zu tun und dem Heiligen Geist zu erlauben, unser Herz und unser Handeln zu verwandeln (Römer 12:2).

Jesus ist keine Ergänzung zum Leben – Er ist das Leben selbst. Er bringt einen neuen Bund, einen neuen Weg und ein neues Herz. Wir können nicht am Alten festhalten und zugleich die Fülle des Neuen erfahren. Die Schläuche müssen erneuert werden, sonst zerreißen sie. Die Frage bleibt: Sind wir bereit, das Alte loszulassen, um das zu empfangen, was nur Christus eingießen kann?

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Was sind einige „alte Schläuche“ in deinem geistlichen Leben, die deinem Wachstum in Christus nicht mehr dienen?
  2. Warum glaubst du, dass Menschen sich dagegen sträuben, den „neuen Wein“ des Evangeliums vollständig anzunehmen?
  3. Wie können wir geistlich flexibel werden, um die Verwandlung zu empfangen, die Jesus anbietet?
Quellen
  • ChatGPT (OpenAI)
  • Matthäus Henrys Kommentar zur ganzen Bibel
  • Der neue Bibelkommentar (D. A. Carson, Hrsg.)
  • Leon Morris, Das Evangelium nach Matthäus (PNTC)
7.
Das Evangelium ist Herr über MDR
Matthäus 12:8