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Johannes 3:8

Aus dem Geist geboren

Von: Mike Mazzalongo

In Johannes 3:3-7 führt Jesus Nikodemus in das Konzept der "Wiedergeburt" ein, oder genauer gesagt, der "Geburt von oben". Er betont, dass der Eintritt in das Reich Gottes eine neue Geburt erfordert, nicht aus dem Fleisch, sondern aus dem Geist. Als Nikodemus über diese Idee stolpert, antwortet Jesus im Vers 8 mit einem anschaulichen Vergleich:

Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.

- Johannes 3:8

Dieses Bild hilft Nikodemus – und uns – zu verstehen, dass das Wirken des Geistes bei der neuen Geburt geheimnisvoll, souverän und in seinen Wirkungen unbestreitbar ist. So wie man den Wind nicht kontrollieren kann, aber seine Auswirkungen auf die Bäume sehen und ihn auf der Haut spüren kann, so bewirkt der Geist eine Veränderung, die sich nicht rein menschlich erklären lässt, aber in einem veränderten Leben deutlich beobachtet werden kann.

Jesu Bezugnahme auf das "geboren werden aus Wasser und Geist" (V. 5) wird von den frühen Christen natürlich als Hinweis auf die Taufe verstanden. Im Neuen Testament ist die Taufe beständig mit der Vergebung der Sünden und der Gabe des Heiligen Geistes verbunden (Apostelgeschichte 2:38; Titus 3:5; Römer 6:3-4). Die Taufe ist keineswegs nur ein menschliches Reinigungsritual, sondern der von Gott bestimmte Moment, in dem der Geist die neue Geburt bewirkt. Mit anderen Worten, die Taufe steht nicht im Gegensatz zur souveränen Tätigkeit des Geistes, sondern ist das Mittel, durch das der Geist in Gehorsam gegenüber dem Wort Christi wirkt.

So ist die Reihenfolge in diesem Dialog:

  • Man muss von neuem geboren werden (Verse 3-4).
  • Diese Geburt kommt aus Wasser und Geist, was auf die Taufe als Ort von Gottes rettendem Werk hinweist (Verse 5-7).
  • Die Rolle des Geistes ist souverän und geheimnisvoll, er bewirkt neues Leben auf eine Weise, die unsichtbar, aber unbestreitbar ist (Vers 8).

Nikodemus wollte Jesu Lehre auf etwas Greifbares und Vorhersehbares reduzieren. Jesus hingegen erhob sein Verständnis auf die Ebene des souveränen Wirkens des Geistes durch die taufbegleitete Wiedergeburt – ein göttliches Geheimnis, das zu einer sichtbaren Veränderung bei denen führt, die glauben und gehorchen.

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Warum glaubst du, hat Jesus die Analogie des Windes gewählt, um das Wirken des Geistes bei der neuen Geburt zu erklären?
  2. Wie hilft uns das Verständnis der Taufe als sowohl Wasser- als auch Geistestaufe, ihre tiefere geistliche Bedeutung zu schätzen?
  3. Auf welche Weise können wir das unsichtbare Wirken des Geistes im Leben der Gläubigen heute erkennen?
Quellen
  • ChatGPT, Gespräch mit Mike Mazzalongo, Wie steht Johannes 3:8 im Zusammenhang mit dem, was Jesus bereits zu Nikodemus gesagt hat? (2025).
  • Everett Ferguson, Taufe in der frühen Kirche (Eerdmans, 2009), S. 140–147.
  • Leon Morris, Das Evangelium nach Johannes (NICNT; Eerdmans, 1995), S. 214–220.
  • Jack Cottrell, Taufe: Eine biblische Studie (College Press, 1989), S. 53–64.
7.
Keine Ehre zu Hause
Johannes 4:43