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Johannes 2:1-11

Was immer Er sagt, tut es!

Von: Mike Mazzalongo

Der Bericht von Jesu erstem Wunder bei der Hochzeit zu Kana enthält einen Moment, der auf den ersten Blick beunruhigend erscheinen kann. Maria sagt zu Jesus, dass der Wein ausgegangen sei, und Seine Antwort klingt wie ein Tadel:

Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!

- Johannes 2:4

Doch im nächsten Vers sagt Maria zu den Dienern: "Was er euch sagt, das tut" (Johannes 2:5). Hat Maria seine Worte einfach ignoriert?

Eine genauere Betrachtung zeigt, dass dies kein Akt mütterlicher Respektlosigkeit, sondern ein Akt des Glaubens ist.

Jesus spricht Maria mit "Frau" (gynai) an, was in Seiner Kultur ein höflicher, formeller Respektsbegriff war – ähnlich wie "Gnädige Frau". Seine Aussage über Seine "Stunde" verweist auf die größere Mission Seines Todes, Seiner Auferstehung und Verherrlichung. Mit anderen Worten, Seine Wunder werden nicht durch familiäre Bindungen oder sozialen Druck bestimmt; sie werden sich nach Gottes Zeitplan entfalten. Maria widerspricht nicht und besteht nicht darauf. Stattdessen wendet sie sich an die Diener und sagt: "Was er euch sagt, das tut." Sie nimmt Seine Worte an und vertraut darauf, dass Er handelt, wie Er es für richtig hält. Das ist gelebter Glaube. Sie gibt die Kontrolle ab und weist andere auf Ihn hin. Bemerkenswerterweise ist dies ihre letzte im Schrifttext überlieferte Aussage, und sie fasst die christliche Haltung gegenüber Christus treffend zusammen.

Maria zeigt keinen Mangel an Respekt, sondern Jüngerschaft. Ihre Worte spiegeln das Vertrauen wider, dass Jesu Antwort – ob sofort oder verzögert – vollkommen sein wird. Sie ist eine Mutter, ja, aber noch wichtiger ist, dass sie eine Gläubige ist, die das Problem ihrem Herrn anvertraut. Ihre Aussage bleibt ein zeitloses Gebot für alle: Folgt Ihm ohne Zögern.

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Wie dient Marias Anweisung an die Diener heute als Vorbild für die Jüngerschaft?
  2. Warum ist es wichtig, dass Jesus zu Beginn Seines Dienstes Seine Mission über den familiären Einfluss stellte?
  3. Auf welche Weise können wir Marias Art von Glauben zeigen, wenn wir mit unbeantworteten oder verzögerten Gebeten konfrontiert sind?
Quellen
  • ChatGPT, "Marys scheinbare Respektlosigkeit in Johannes 2", September 2025.
  • Leon Morris, Das Evangelium nach Johannes (NICNT; Eerdmans, 1995).
  • D. A. Carson, Das Evangelium nach Johannes (Pillar New Testament Commentary; Eerdmans, 1991).
  • Merrill C. Tenney, Johannes: Das Evangelium des Glaubens (Eerdmans, 1976).
6.
Aus dem Geist geboren
Johannes 3:8