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Lukas 20:18

Gebrochen oder zerdrückt?

Von: Mike Mazzalongo

In Lukas 20:18 sagt Jesus:

Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen!

Auf den ersten Blick mag dieser Vers wie eine poetische Wiederholung klingen, eine Form des hebräischen Parallelismus, bei der derselbe Gedanke in anderen Worten ausgedrückt wird. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass Jesus zwei verschiedene Aspekte des Gerichts beschreibt, die mit seiner Rolle als Eckstein verbunden sind.

Das erste Bild – "Jeder, der über diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden" – verbindet sich mit der Prophezeiung in Jesaja 8:14-15. Dort wird der Messias als ein Stein des Anstoßes beschrieben, der viele in Israel zum Stolpern und Fallen bringt. Über Christus zu stolpern bedeutet, Ihn abzulehnen, und dadurch erfährt ein Mensch geistlichen Verderben. Dies ist noch nicht das endgültige Gericht, sondern der wirkliche Schaden, der der Seele zugefügt wird, wenn man der Wahrheit des Evangeliums widersteht. Viele der jüdischen Führer zur Zeit Jesu erlebten genau dies, indem sie über den "Stein" fielen, an den sie nicht glauben wollten.

Das zweite Bild – "Aber auf wen es fällt, den wird es zerschmettern wie Staub" – hallt die Prophezeiung aus Daniel 2:34-35, Daniel 2:44-45 wider. In Daniels Vision trifft ein Stein, der nicht von Menschenhand gemacht ist, die große Statue der menschlichen Reiche und zerschmettert sie, sodass sie zu Staub wird. Jesus greift dieses Bild auf, um vor dem Endgericht zu warnen, wenn Er als von Gott eingesetzter König auf Seine Feinde fallen wird. Dies ist nicht bloß Stolpern und Zerbrechen; es ist völliges Zerschmettern ohne Wiederherstellung.

Zusammen ergeben die beiden Aussagen in Lukas 20:18 eine ernüchternde Entwicklung. Diejenigen, die im Unglauben über Christus straucheln, schaden sich jetzt selbst, während diejenigen, die Ihn weiterhin ablehnen, am Ende Sein vernichtendes Gericht erfahren werden. Die Wahl ist klar: Entweder man wird in Reue vor Ihm zerbrochen oder in Auflehnung unter Ihm zerschmettert.

Der "Stein" Christi ist unvermeidlich – auf die eine oder andere Weise wird jedes Leben Ihm begegnen. Die Weisen werden sich Ihm jetzt als Retter unterordnen, bevor sie Ihm später als Richter gegenüberstehen.

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Wie vertieft das Bild des Stolperns im Gegensatz zum Zerdrücktwerden unser Verständnis von Christi Rolle als Eckstein?
  2. Warum wird das Widerstehen gegen Christus jetzt schon als geistliches Verderben beschrieben, noch vor dem endgültigen Gericht?
  3. Auf welche praktischen Weise können Gläubige sicherstellen, dass sie sich Christus als Retter unterordnen, anstatt Ihm zu widerstehen?
Quellen
35.
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Lukas 21