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Markus 3:28-29

Was ist die unverzeihliche Sünde?

Von: Mike Mazzalongo

In Markus 3:28-29 gibt Jesus eine ernste Warnung:

28Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern;

29wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.

Diese Aussage entsteht aus einer Begegnung mit religiösen Führern, die Jesus beschuldigten, Dämonen durch die Kraft Satans auszutreiben (Markus 3:22). Im Wesentlichen schrieben sie die eindeutig göttliche Wirkung des Heiligen Geistes dem Teufel zu.

Die Lästerung gegen den Heiligen Geist ist kein unbedachtes Wort oder ein momentaner Zweifel. Sie ist eine willentliche, bewusste und fortwährende Ablehnung des Zeugnisses des Geistes, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Diese Sünde ist unvergebbar, nicht weil Gott die Gnade zurückhält, sondern weil die Person gerade die Mittel ablehnt, durch die Vergebung gewährt wird – die Buße, die durch den Heiligen Geist bewirkt wird.

In praktischer Hinsicht wird diese Sünde von jemandem begangen, der die Beweise von Gottes Macht gesehen hat, sie als solche erkennt und sie dennoch böse nennt. Es ist eine verhärtete geistliche Haltung, die nicht umkehren will – und schließlich nicht umkehren kann.

Diese Warnung gilt nicht für Gläubige, die kämpfen, straucheln oder in Schwäche sogar Christus verleugnen (wie Petrus einst). Es geht auch nicht darum, ein einziges lästerliches Wort zu sprechen. Vielmehr handelt es sich um einen tief verwurzelten Widerstand gegen Gottes Wahrheit, eine offene Ablehnung des Wirkens des Heiligen Geistes, der auf Jesus hinweist.

Die bloße Furcht, diese Sünde begangen zu haben, ist oft ein deutliches Zeichen dafür, dass man sie nicht begangen hat. Ein Herz, das noch Überführung fühlt, ist ein Herz, das Gott noch offensteht. Jesu Warnung ist nicht dazu bestimmt, die Demütigen zu entmutigen, sondern die Gefahr eines stolzen und unbußfertigen Herzens aufzudecken, das das Zeugnis des Geistes ablehnt.

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Warum ist es in Gottes Augen eine so schwere Sünde, die Werke des Geistes dem Satan zuzuschreiben?
  2. Wie können wir unsere Herzen davor bewahren, geistlich verhärtet zu werden?
  3. Was offenbart dieser Abschnitt über Gottes Geduld und Gerechtigkeit?
Quellen
  • R.C. Sproul, Wesentliche Wahrheiten des christlichen Glaubens, S. 204
  • Jack Cottrell, Der einmal für alle Mal gegebene Glaube, S. 385–387
  • William Lane, Das Evangelium nach Markus (NICNT), S. 142–144
6.
Warum Jesus in Gleichnissen lehrte
Markus 4:10-12