Zungenprobleme
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viel Ärger Ihre Zunge Ihnen bereitet? Ich denke, diese Art von Schwäche hatte Jesus im Sinn, als Er Petrus zum Apostel erwählte. Eine klassische Geschichte, die das Problem veranschaulicht, findet sich in Matthäus 26:35, wo Petrus herausplatzt, dass er Jesus unter keinen Umständen verleugnen oder verlassen werde.
Natürlich wissen wir, dass Petrus kurz nach der Verhaftung Jesu, zusammen mit den anderen, nicht nur weggelaufen ist, sondern bei Befragungen fluchte und schwor, dass er Jesus nie gekannt habe. In dieser traurigen Geschichte lernen wir einige wichtige Lektionen im Umgang mit unserer schwierigen Zunge:
1. Sprich nicht, bevor du nachdenkst.
Hätte Petrus einen Moment nachgedacht, hätte er erkannt, dass Jesus ihn nicht aufforderte, zu leiden und zu sterben. Er bat ihn nur zu glauben, dass Er nach Seinem Tod auferstehen würde.
2. Versprich nicht, was du nicht halten kannst.
Manchmal müssen wir uns verpflichten, wir müssen auf bestimmte Ziele zielen. Aber ein weiser Mensch wird nicht versprechen, was nicht sein ist oder was er nicht zu leisten vermag. Besser, Schwäche zuzugeben, als sich als schwach und töricht zu erweisen.
3. Lass den Herrn jederzeit auf der Spitze deiner Zunge sein.
Hätte Petrus gesagt: "Durch deine Kraft, Herr, werde ich dich nicht verleugnen; wenn du willst, Herr, werde ich folgen," hätte Matthäus ein völlig anderes Szenario geschrieben.
Glücklicherweise ist Zungensprache kein endgültiges Problem. Petrus verkündete schließlich die Auferstehung und brachte das Evangelium zu den Heiden. Wir können Trost darin finden, dass der Herr, wie bei Petrus, auch unsere Zungen zähmen kann, wenn wir sie, wie alles andere in unserem Leben, seinem Dienst übergeben.


