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Lukas 18:18-30

Wir sind alle der reiche Jüngling

Von: Mike Mazzalongo

In Lukas 18 wird die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling oft als ein Extremfall dargestellt – ein Mann wird aufgefordert, alles aufzugeben. Doch ein genauerer Blick zeigt, dass seine Geschichte eigentlich ein Spiegel ist, der jedem Jünger vorgehalten wird. Was Jesus von ihm forderte – seinen Schatz aufzugeben – fordert Er von uns allen. Der Unterschied liegt nicht in der Forderung, sondern in der Art des Schatzes.

Der Reichtum des jungen Herrschers war nicht nur Geld; es war Sicherheit, Identität und Stolz. Als Jesus ihm sagte, er solle alles verkaufen und Ihm nachfolgen, ging der Mann traurig weg, weil er sich ein Leben ohne seinen Schatz nicht vorstellen konnte. Doch Jesu Worte hallen für alle Jünger wider: "Keiner von euch kann mein Jünger sein, der nicht alle seine Habe aufgibt" (Lukas 14:33). Die Kosten der Nachfolge sind nicht optional; Hingabe wird von allen verlangt.

Doch der Schatz, zu dessen Hingabe wir berufen sind, variiert. Für manche, wie den Obersten, ist es finanzieller Reichtum. Für andere mag es der Ruf sein – das Bedürfnis, von Gleichaltrigen bewundert zu werden. Ein erfolgreicher Geschäftsmann muss vielleicht auf Status verzichten. Ein junger Gläubiger könnte aufgefordert werden, eine romantische Beziehung aufzugeben, die mit dem Glauben in Konflikt steht. Für einen anderen könnte es Ehrgeiz, Kontrolle oder sogar die Zustimmung der Familie sein. Was diese Schätze gemeinsam haben, ist, dass sie auf dem Thron unseres Herzens sitzen, wo nur Christus hingehört.

Betrachte Petrus, der seine Fischernetze zurückließ; Matthäus, der von seinem Zollhaus wegging; oder Paulus, der seine Bildung und seinen Ruf als "Müll" zählte um Christi willen zu erkennen. Jeder gab einen anderen Schatz auf, doch alle wurden berufen, ihn völlig niederzulegen.

Die Tragödie des reichen Jünglings war nicht sein Reichtum, sondern seine Weigerung, ihn loszulassen. Unsere Herausforderung besteht darin, zu erkennen, woran wir festhalten, und es um Christi willen loszulassen. Jüngerschaft bedeutet nicht Verlust; es ist der Austausch vergänglicher Schätze gegen ewiges Leben.

So sind wir in Wahrheit alle der reiche Jüngling. Die Frage bleibt: Was ist dein Schatz, und hast du ihn schon aufgegeben?

Hinweis: Das Transkript für diese Lektion wurde elektronisch erstellt und noch nicht Korrektur gelesen.
Diskussionsfragen
  1. Warum wird von allen Jüngern die Hingabe ihres persönlichen Schatzes verlangt und nicht nur vom reichen Jüngling?
  2. Was sind einige Beispiele für moderne Schätze, die mit Christus um die Herrschaft in unserem Leben konkurrieren könnten?
  3. Wie können wir erkennen, ob etwas, das an sich gut ist, zu einem Schatz geworden ist, den wir hingeben müssen?
Quellen
  • ChatGPT (OpenAI)
  • Matthäus Henry, Kommentar zur ganzen Bibel
  • William Barclay, Das Evangelium nach Lukas
  • Darrell Bock, Lukas (Baker Exegetical Commentary)
31.
Verlieren, was du nicht benutzt
Lukas 19:26-27