Der wahre Feind
Das neue Jahrtausend hat uns an die vielen Arten erinnert, wie wir verwundbar sind. Es begann mit der Silvesternacht-Panik im Jahr 2000 und setzte sich fort mit aufeinanderfolgenden Angriffen wie dem Anschlag vom 11. September, Finanzskandalen, einer Welle von Kinderentführungen im ganzen Land und einem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Jeder dieser Vorfälle erinnert uns daran, dass unsere Nation, unser Reichtum und sogar unsere Kinder nicht einmal in ihren eigenen Betten sicher sind!
Als Reaktion auf diese beunruhigenden Ereignisse setzen wir unser Militär für den Krieg ein, verabschieden Gesetze zum Schutz unserer Kinder und Güter und verwandeln unser Leben und unsere Häuser in wahre Festungen, um den "Sicherheitsfaktor" zurückzugewinnen, den wir scheinbar verloren haben. Die Gefahr dabei ist, dass wir den wahren Feind aus den Augen verlieren!
Jesus sagte,
4Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können.
5Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet!
- Lukas 12:4-5
In diesen Zeiten der Unruhe haben wir begonnen zu übersehen, dass unser gefährlichster Feind in uns selbst liegt. Es ist unser Stolz, unsere Begierde, unsere Gier, unsere Weltlichkeit, die drohen, das Böse in dieser Welt zu verbreiten und dabei unsere ewigen Seelen zu töten.
Der gesunde Menschenverstand gebietet, dass wir vernünftige Schritte unternehmen, um unser Leben zu schützen. Schließlich ist die Liebe zum "Ich" eine grundlegende biblische Lehre. Doch bevor die Sorge um das Selbst alles beherrschend wird, sollten wir bedenken, dass die Bibel auch den Schutz der Seele als höhere Priorität nennt. Vor diesem Hintergrund können wir das Verlangen nach Schutz vor Betrügern und Terroristen mit demselben Eifer für Ehrlichkeit, Reinheit und Dienst im Bewahren unserer Seele vor ihrem wahren Feind, uns selbst, ausbalancieren.
Wie andere habe ich all die beunruhigenden Ereignisse durchlebt, die zu Beginn dieses Artikels erwähnt wurden. Ich habe jedoch festgestellt, dass trotz der Stürme, die in der Welt toben, und des ständigen Kampfes gegen die Sünde in mir selbst, ein Trost bleibt. Jeden Tag ziehe ich mich an einen stillen Ort zurück, um Gottes Wort zu lesen und meine Anliegen im Gebet vor Ihn zu bringen. Ob ich nun aus 1 Mose oder Jeremia, den Sprüchen oder den Briefen des Paulus lese, werde ich näher an diesen Ort der Sicherheit und Ruhe gezogen, wo jeder Feind bezwungen und alle Kämpfe gewonnen sind.


